Dienstag, 22. März 2016

Die Jagd nach dem goldenen Ei

 Eigentlich ich schon für letzte Woche geplant Euch hier ganz easy-peasy eine kleine Anleitung zu zeigen, wie Ihr Eure Lieben bei Osterbrunch mit durch und durch gelben Eiern überraschen könnt. 

Durch Zufall war ich bei Pinterest auf ein Bild davon gestoßen, ohne großartige Anleitung, aber es wirkte so einfach, das wollte ich natürlich ausprobieren und Euch dann zeigen...

Der Weg zum goldenen Ei war jedoch schwerer als gedacht. Bei jedem Versuch machte ich vorher Photos, um dann beim Pellen frustriert feststellen zu müssen, dass es nicht geklappt hat... Heute zeig ich Euch aber auch die Bilder von den fehlgeschlagenen Versuchen, damit sie nicht ganz umsonst waren, bis ganz am Ende der heilige Gral das goldene Ei auf Euch wartet ;)
 Versuch 1: was wäre das für ein schöner Kontrast: ein blaues Ei mit gelbem Inhalt...

 So war der Post hier geplant. Also besorgte ich weiße Eier und Färbetabletten. Dazu eine ausgediente Nylonstrumpfhose und los gehts!

Um ein goldenes Ei zu bekommen, muss das Eigelb in der intakten Schale platzen und mit dem Eiweiss verrührt werden. Dafür steckt man es einfach mittig in einen Strumpfhosenbein, fixiert es mit Knoten rechts und links und schleudert es ein paar Mal kräftig rum. 

Also genauer gesagt: man nimmt jeweils ein Ende des Beines in die Hände, wirbelt das Ei herum, so dass sie die Strumpfhose verdrillt und zieht dann ruckartig dran, dass sie zurück flitscht. Könnt Ihr Euch vorstellen, was ich meine? Ansonsten sucht mal bei youtube nach "Rührei in der Schale", da seht Ihr wie es gemacht wird.

Leider kam ich auf die Idee erst, nachdem der erste Versuch schief gegangen war. Ich hatte bestimmt nur zu wenig gedreht...

 Beim 2. Versuch schleuderte ich jedes Ei mindestens 12 Mal, nahm die nächsten zwei Färbetabletten (grün und gelb sieht doch auch ganz nett aus) und wurde wieder enttäuscht...

Also fing ich an zu suchen... Und fand, dass der Stoff nicht zu elastisch sein darf, damit es klappt. Da war also meine Strumpfhose die falsche Wahl gewesen... Außerdem entdeckte ich einen Tipp, wie man erkennt, ob es geklappt hat. Was eine großartige Sache! So musste ich nicht noch ewig weiter Eier kochen und hoffen, dass sie verkleppert waren, ich konnte einfach nachschauen. 

Dafür durchleuchtet Ihr einfach Euer Ei mit einer starken Lampe (bei mir reicht das Licht vom Smartphone). Leutet es gelb (links), ist das Eigelb noch intakt. Wird es dagegen ziemlich dunkel und rot (rechts), sind Eigelb und -weiss miteinander verrührt.
 
Versuch 3: Ich schleuderte gefühlte 100 Mal (was übrigens auch ein echt gutes Fitnessprogramm für die Oberarme ist!), diesmal in dem Ärmel eines Langarmshirts, bis es endlich klappte. Leider hatte ich danach keine Zeit das Ei zu kochen, und so blieb es bis zum Montag im Kühlschrank. Ca. 3 Tage. Als ich es dann kochte und färbte (von den Färbetabletten war nur noch gelb übrig und das wäre ja nicht grade ein hübscher Kontrast geworden. Also betupfte ich es einfach dazu noch mit roter Lebensmittelfarbe) war ich ganz optimistisch. Bis ich es öffnete und es gar nicht schön gelb sondern seltsam braun war & auch nicht mehr sooo gut roch... ganz klarer Fall: diese Technik eignet sich nur, wenn man die Eier frisch kocht! 

Das Häschen ist übrigens ein ITH-Stickfreebie & gibts bei regenbogenbuntes ;)
Versucht 4: für den letzten Versuch nähte ich aus undehnbarem Baumwollstoff einen Schlauch mit einer kleinen Tasche, in die ich das Ei legte. Danach band ich das offene Ende wieder zu und fing an zu schleudern... Die ersten gefühlten 1000 Umdrehungen passierte nichts, bis ich endlich auf die Idee kam, das Ei erst richtig oft einzudrehen, bis ich es flitschen lies. Und voilà, es ging auf einmal ruckzuck. Leider waren inzwischen die Färbetabletten alle, deswegen gab es nur ein paar Punkte mit Lebensmittel(gel)farben.
Die Belohnung nach so vielen Versuchen: zwei goldene Eier :)

Hat sich das gelohnt? Ich bin mir nicht sicher... Normale hartgekochte Eier schmecken mir besser ;) Und da mein Mann alle Versuche miterlebt hat, konnte ich ihn damit auch nicht überraschen. Aber ich denke, bei Euch könnte es lustig werden, wenn einer aus Eurer Familie sein Frühstücksei aufschläft und es komplett gelb ist ;)

Nun noch zusammengefasst meine Erkenntnisse: 

1. nehmt nicht dehnbaren Stoff als Schleuder
2. wirbelt es so oft es geht rum, bevor Ihr es mit einem Ruck sich ausdrehen lasst
3. überprüft Euren Erfolg mit Hilfe eines starken Lichtes!
4. falls Ihr die Eier zum kochen anpieckst: gebt dem Wasser ein Schuss Essig zu, so stockt austretendes  Eiweis sofort und es bildet sich nicht irre viel Schaum
5. sehr gut geht es auch ohne Piecks wenn Ihr die Eier gaaanz langsam erwärmt (erst die Platte eine Weile auf Stufe 1, dann 2 etc,) und nicht sprudelnd kochen lasst.

Und, wollt Ihr es mal versuchen?

Verlinkt bei HoT & Dienstagsdinge

Kommentare:

  1. Wow! Im Moment ist mein Sohn ja von bunten Eierschalen schon schwer beeindruckt. Aber wenn wir hier mal was neues brauchen hoffe ich, dass ich mich an deine geniale Versuchsreihe erinnere. Das war ja doch ein steiniger Weg zum goldenen Ei. Vielen Dank für die vielen Tipps. Werde ich gleich mal pinnen.

    LG Maria

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  2. Das ist ja eine witzige Idee und der Weg zum goldenen Gral herrlich beschrieben^^
    Viele Grüße
    Anela

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  3. Oh, lustig! Von sowas habe ich noch nie gehört.... eine interessante Sache. Aber ich glaube, ich bleibe bei den normalen Ostereiern ;-)
    Viele Grüße
    Mara Zeitspieler

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  4. Das ist ja eine witzige Idee, das du uns daran teilhaben lässt, toll. Da warst du aber unermüdlich, klasse. Doch, dass muss ich mal probieren.
    Lieben Gruß,
    Petra

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Danke für Deinen Kommentar :)