Freitag, 25. September 2015

Testbericht Bernina B 750 QE

Nun ist es soweit… die letzte Maschine wird wieder zurück geschickt. Bei mir war es die Bernina B 750 QE. Eine Nähmaschine, für Quilter ausgelegt, für die ein separates Stickmodul erhältlich ist. Dieses wurde aber nicht getestet.

Aber bevor ich mit dem Testbericht anfange, wie immer ein paar Infos vorne weg:

20 Tester testen 10 Monate lang 10 verschiedene Näh- und Stickmaschinen,  immer 4 Wochen pro Maschine. Im September konnte man sich dafür beim nähPark bewerben und ich hatte das Glück  neben 18 anderen kreativen Damen  und einem Herrn aus 422 Bewerbern ausgewählt  zu werden :)  Die Maschinen werden vom nähPark zur Verfügung gestellt und (leider) nach dem Testzeitraum wieder abgeholt. Ich werde aber nicht dafür bezahlt & der Inhalt dieses Berichts stellt meine eigene Meinung dar. Als "Belohnung" bekommen wir am Ende des Testzeitraums einen Einkaufsgutschein in Wert von 100 €. Unbezahlbar ist natürlich die Erfahrung, die wir mit den Maschinen gewinnen können. Wer bekommt schon die Chance zehn verschiedene Maschinen über 4 Wochen auf Herz und Nieren testen zu dürfen? Aber dennoch handelt es sich hier um einen Werbepost & da man das ja deutlich machen muss: Dies ist Werbung :)



Mit der Marke Bernina kauft man nicht einfach eine Nähmaschine, man kauft auch ein Lebensgefühl. Ähnlich wie bei der bekannten Unterhaltungselektronikmarke mit dem angebissenen Obst als Logo, gibt es hier große (teilweise militante) Fans, aber auch entschiedene Gegner. Jedenfalls habe ich das so wahrgenommen. Es ist nicht bloß ein Gerät, das man sich anschafft, auch der Austausch der Nutzer (und Fans) kommt nicht zu kurz. So gibt es einen Bernina-Blog, auf dem es nicht nur kostenlose Stickdateien, Anleitungen, Schnittmuster und Mitmachaktionen (mit Gewinnen^^) zu finden sind, auch die Community ist sehr aktiv. So habe ich es bei keiner anderen Marke erlebt. Ich finde, das macht Bernina attraktiver und zeigt, dass mehr als nur eine Herstellerfirma, die nur aufs Geld verdienen aus ist, dahinter steckt. Man muss übrigens keine Bernina besitzen, um Teil der Community zu werden. Sogar der Download der Stickdateien ist für jeden (nicht nur für registrierte User) frei.

 Die Bernina B 750 QE ist speziell für die Bedürfnisse von Quiltern entwickelt worden. Entsprechend fällt erst mal auf, was für eine hohe Maschine sie ist! Der Stoffdurchgangsraum ist mit 13 cm Höhe zwar nur ca. 2 cm höher als bei ähnlichen Standardmodellen, aber wenn man einen großen Quilt drunter quetschen muss, macht das schon einiges aus.
Optisch gefällt mir die Maschine sehr gut. Sie ist sehr hochwertig, aus angenehmen Materialien gefertigt. Die Oberfläche des Freiarms besteht nicht einfach aus Kunststoff, sondern aus Metall. Was der Vorteil davon ist, habe ich noch nicht raus gefunden. Ich bin mir aber sicher, dass mehr dahinter steckt, als bloßes Design.
Als störend empfinde ich den Ton, den sie im Ruhezustand macht. Ich kann ihn schwer beschreiben, würde aber sagen, dass sich irgendwas Rundes im Innern dreht. Mich erinnert das Geräusch an eine Zentrifuge, die grade am ausschleudern ist… Beim Nähen stört das Geräusch übrigens nicht, da die Maschine laut genug ist^^.



Normalerweise käme an dieser Stelle ein Bild von der Maschine mit ausgeklappten Staufächern und der Stichübersicht im Deckel. Diesmal nicht, denn die Bernina besitzt weder das eine, noch das andere. Als Staufachersatz wird (wie auch bei der B580) ein kleiner Schrank mitgeliefert, die Stichübersicht findet sich in der Anleitung.


Das Zubehör enttäuscht mich ein wenig. Es gibt nur 7 verschiedene Füßchen plus den BSR. Bei einer Maschine für knapp 3300 € hätte ich mehr erwartet. Mir fehlt auch die Gradstichplatte. Dafür sind die Spulen (wie immer nur 5) wirklich mal toll. Sie sind extra groß und fassen angeblich 80% mehr Garn, als herkömmliche Spulen. Dazu besitzen sie einen Kranz aus Kontakten, die dem Unterfadenwächter scheinbar sehr genaue Informationen geben können. Jedenfalls wird man beim Ende des Unterfadens erst frühzeitig durch ein blinkendes Symbol auf dem Bildschirm gewarnt, später stoppt die Maschine automatisch. Und dann ist wirklich nur noch sehr wenig drauf. Um die 10 cm.
Toll ist der Torx-Schraubenzieher, den man benötigt, um die Nadeln zu wechseln. Er passt perfekt, nicht so wie bei vielen anderen Maschinen, bei denen der Schraubenzieher in der Schraube der Nadelhalterung rum eiert…
Den Bernina Stitch Regulator (BSR) kannte ich schon von der B580. Ein feines, aber teures Teil (ca. 500 €), das dafür sorgt, dass im Freihandmodus die Stichlänge gleichmäßig bleibt.
 
Nicht zu sehen: die Schutzhaube, der Kniehebel, der Anschiebetisch, ein Öler, die Anleitung (als Ringbuch bzw. DVD) sowie eine CD mit Stickmustern. Wobei ich nicht verstehe, wieso diese dabei ist und nicht beim (optional zu kaufbaren) Stickmodul…

Von oben gesehen ist die Maschine sehr schlicht. Es gibt kaum Markierungen (wobei die wenigen ausreichend sind), die Garnrolle sitzt seitlich an einem unbeweglichen Halter. Ausnahmsweise verschwindet sie mal nicht im Gehäuse oder wird von der Klappe verdeckt. Zum Umspulen des Unterfadens gibt es einen separaten Spulenmotor und eine weitere Spulenhalterung ganz rechts an der Maschine (hier runter geklappt & somit nicht sichtbar). Das Hebelchen an der Umspulung startet nicht nur den Spulvorgang, es enthält auch ein Messer um den Faden später abzuschneiden.
Der längliche Schlitz in der Mitte der Maschine ist übrigens der versenkbare Tragegriff.

Aus dieser Perspektive erkennt man die zweite Spulenhalterung. 
 Den Kippschalter für den Strom finde ich etwas ungünstig angebracht. Selbst nach 4 Wochen greife ich noch immer daneben.


Die Ausleuchtung ist gut und gleichmäßig. Etwas irritierend finde ich, dass beim Einfädeln die zwei Häkchen direkt an der Nadel in dieselbe Richtung schauen. Damit geht das Einfädeln nicht so fix und schwungvoll von der Hand, wie ich es sonst gewohnt bin.


Typisch Bernina & ganz anders, als ich es sonst kenne, ist die Unterfadenspule nicht direkt unter der Nadel angebracht, sondern seitlich, hinter einer Klappe im Freiarm. Anfangs ist das ungewohnt, aber ich kannte es ja schon von der B580.


Beim Spulenwechsel muss jedes Mal die Kapsel mit raus genommen werden, was ganz einfach über einen kurzen Druck auf den Hebel (im oberen Bild zu sehen: silberner dünner Bügel, horizontal auf der Spulenkapsel) geschieht. Die Spule muss mit den Kontakten in Richtung Spulenkapsel eingelegt werden (anders herum geht es nicht), danach wird das Garn durch die Führung eingefädelt. Die Spulenkapsel wird eingelegt, der Faden mit dem Fadenmesser (im oberen Bild rechts außen am Rahmen) abgeschnitten und fertig.
Das Einlegen der Unterfadenspule geht bei dem anderen System (von oben) wesentlich schneller, jedoch hat diese Art auch ihre Vorteile: so muss das Nähgut nicht unter der Nadel weggenommen werden, sondern kann mit dem Füßchen und/ oder der Nadel fixiert bleiben.


Die Nähfüße haben alle die Füßchenhalterung integriert. Die Befestigung an der Maschine ist simpel: einfach den Fuß auf den Zapfen stecken und mit dem Hebel fest klemmen.
Neben der Halterung ist bei vielen Füßen ein kleiner Kasten mit einem Linsensystem angebracht. Dieses wird wohl (genau weiß ich es nicht & finde auch nichts im WWW) von der Maschine abgetastet und der Fuß somit erkannt. Dies klappt jedoch nicht immer. Bei einem Fuß geht es wunderbar, da beschränkt die Maschine automatisch den Zickzack-Stich auf eine bestimmte Breite, da sonst der Fuß getroffen werden würde, beim Reißverschlussfuß dagegen näht die Maschine auch mit der Nadel in Mittelposition los. Ich hatte das zum Glück ohne Nadel versucht, sonst wäre sie aufs Füßchen getroffen und sofort zerbrochen.
Der Nadeleinfädler ist halbautomatisch, sobald man ihn betätigt, senkt sich der Nähfuß von selbst. Er funktioniert sehr gut und ist einfach zu handhaben.


Eine schöne Funktion ist der eingebaute Obertransport. Dieser Dual-Transport kann mechanisch dazu geklappt werden, natürlich nur, wenn das Füßchen dafür ausgelegt ist. Er greift in dessen Aussparung und zieht den Stoff gleichmäßig nach hinten. So wird auch der obere Stoff gut transportiert, was grade bei schwierigen Stoffen wie Jersey oder Wachstuch von Vorteil ist. Im Vergleich zu normalen Obertransportfüßen ist dieses System sehr viel schneller installiert (ein Handgriff genügt, kein Rumgeschraube etc.) und auch wesentlich leiser beim Nähen.


Oberhalb des Füßchens befinden sich die wichtigsten Funktionen als Knöpfe. Die Fadenschere leistet guten Dienst und schneidet die Fäden schön kurz ab. Störend ist nur, dass der letzte Stich immer „meilenweit“ aus der Reihe tanzt. Aber das war bisher bei jeder Maschine (außer der Janome) so. 

Das Füßchen kann leider nicht manuell gehoben werden, nur über diesen Knopf oder per Kniehebel. Was mich etwas stört: wenn man auf den Knopf drückt, senkt sich das Füßchen komplett ab, nur um direkt darauf wieder ein kleines Stückchen hoch zu gehen. Der Stoff wird auf diese Weise leider nicht fixiert und verrutscht gerne. 

Abhilfe schafft der Start/Stopp-Knopf (der übrigens auch bei eingestecktem Fußpedal funktioniert). Drückt man ihn nur kurz, senkt sich das Füßchen komplett ab und bleibt auch unten. Will man los nähen, muss man ihn lange drücken. Finde ich etwas umständlich, aber daran gewöhnt man sich sicherlich… 

Ganz oben seht Ihr noch die stufenlose Geschwindigkeitsregelung.

Mit der Maschine wird ein Anschiebetisch geliefert, der für größere Projekte sehr praktisch ist. Er wird einfach über den Freiarm geschoben und später per Knopfdruck wieder gelöst. Ich finde ihn nicht ganz gelungen, da er ohne Füße kommt & somit nicht ganz so stabil wirkt.

Um einem den Unterfadenwechsel leichter zu machen, hat der Anschiebetisch ein Guckloch. Hier könnt Ihr wunderbar durch schauen & seht die beleuchtete Spule. Allerdings muss ich dazu sagen, dass dieses Bild ein paar Sekunden nach dem Starten der Maschine entstanden ist. Zu dem Zeitpunkt war das Nählicht noch nicht an. Sobald es angeht, spiegelt das Kunststoff des Gucklochfensters so, dass man die Spule leider nicht mehr sehen kann.
Wo ich grade schon beim Anschalten der Maschine bin… Was mich etwas nervt: in der Beschreibung steht andauernd (egal ob beim Füßchen-/ Nadelwechsel etc.), dass man den Hauptschalter auf O stellen soll. Klar, das wäre sicherer, wenn man im Bereich der Nadel rumwurschtelt, aber Hallo?! Ich hab ganz sicher keine Lust alle Einstellungen wieder neu zu machen, nur weil ich den Oberfaden neu einfädeln muss! Deswegen bleibt die Maschine auch an!


Die Stichlänge und –breite lässt sich sehr fein und genau mit Hilfe dieser zwei Drehknöpfe einstellen. Direkt darunter kann man die Nadelposition einstellen.

Mein Mann (ich finde es übrigens nach über einem Jahr Ehe immer noch komisch ihn so zu nennen. Genauso, von Ehe zu reden. Irgendwie gruselig – so erwachsen.) hat festgestellt, dass man die Knöpfe ein Stückchen raus ziehen kann. Es fühlt sich so an, als wäre das Absicht. Aber wieso? Das habe ich leider nicht rausgefunden.

Das Touch-Display ist relativ klein, aber farbig, gut aufgelöst und reagiert super. Der Startbildschirm zeigt einem den aktuell ausgewählten Stich (hier der einfache Gradstich, ich hatte nur vorher die Knöpfe für die Stichbreite photographiert und den Stich dabei scheinbar etwas verändert. Theoretisch ist er kerzengerade^^), die Stichbibliothek, durch die man sich mit Hilfe der Pfeiltasten klicken kann, und ein paar andere Sachen.


Tippt man auf das blaue i (mit dem Finger, bei der Maschine war ausnahmsweise mal kein Stylus dabei), geht die Einstellungsübersicht auf. Hier kann man die Fadenspannung, den Füßchendruck und alles Mögliche ändern. Jeden einzelnen Punkt aufzuzählen, würde Euch langweilen & mich viel zu lange beschäftigen ;) Eine schöne Funktion erkläre ich Euch aber dennoch: in der ersten Reihe, zweites Feld von links: aktiviert man dieses Feld, kann man einstellen, wie oft die Maschine einen Stich ausführen soll. Das ist wirklich genial, will man einen bestimmten Zierstich irgendwo hin setzen. Und zwar nur einmal. Hat die Maschine ihn fertig genäht, bleibt sie automatisch stehen.  


Auch toll ist der Nähberater, zu dem man kommt, wenn man auf die Schneiderpuppe ganz unten in der Mitte klickt. Erst wählt man das zu nähende Material aus, dann im nächsten Schritt die Art der Naht (einfaches nähen, versäubern, applizieren etc.)


Und erhält daraufhin eine Übersicht der empfohlenen Einstellungen.


Ist einem irgendwas davon unklar, kickt man einfach auf das Fragezeichen im unteren Rand und danach auf das unklare Symbol (in diesem Beispiel auf den Nähfuß).

Es erscheint daraufhin eine kurze Erklärung, was mit dem Symbol gemeint ist. Diese interne Hilfe ist wirklich gut programmiert und praktisch. Man erspart sich damit oft den Blick in die Anleitung…

Zum Nähen: 



Jersey näht die B 750 mit dem integrierten Dual-Transport sehr gut. Es gibt kaum Wellen, der Stoff wird ordentlich transportiert. Am Anfang muss man etwas Abstand zum Rand wahren, da sie sonst den Stoff einzieht.


Baumwolle wird –wie immer- sehr ordentlich genäht. Die Maschine führt sehr sauber, ohne mit der Zeit krumm zu werden.
Aber: ich wollte bei meiner Patchworkdecke das Top mit der Rückseite durch kleine Sterne verbinden. Das ging gewaltig in die Hose. Ich hab es erst an einem kleinen Stück probiert, wo es einwandfrei funktionierte, aber sobald ich meine große Decke nahm, kam sowas wie auf dem Bild raus. Erkennt da noch jemand den Stern? Ich jedenfalls nicht… Egal was ich versuchte, der Transport war immer reichlich bescheiden… Da die Rückseite aus sehr hochflorigem Fleece besteht, kam ich irgendwann auf die Idee, Avalon drunter zu legen. Ab da klappte es dann auch endlich…


Wachstuch wurde ohne zu murren vernäht und das ohne „anti-kleb-Tricks“ oder gar Teflonfuß. Die Stiche wurden gleichmäßig und ordentlich. Der Fehler, den man in dem Bild sieht, entstand, als der Faden riss und ich das Stück noch mal nähen musste ;)


Mehrere Lagen Jeans waren ebenfalls kein Problem. An ein paar dicken Übergängen hing sie etwas, aber auch nicht wirklich schlimm.
Auch bis zu 3 Lagen Leder näht die B 750 gut, ohne Stiche auszulassen. Ich denke, in dieser Hinsicht war sie die beste der von mir getesteten Maschinen, wobei ich erst ziemlich spät (bei der Ruby) angefangen habe, Leder zu vernähen.


Zierstiche gibt es eine Menge. Sie sind irgendwie niedlich, und irgendwie auch unbeholfen. Bei der ersten Reihe mit der Katze ist die Fadenspannung total falsch. Die nächsten zwei Reihen zeigen, wie sich das Motiv ändert, wenn man sie besser anpasst.
Ich hatte übrigens Stickvlies drunter gelegt.


Hier sieht man den Blindstichfuß, der auch als Overlockfuß fungiert und wunderbar fürs knappkantige Absteppen verwendet werden kann, wenn man mit dem Teil in der Mitte (wie auch immer das heißt) genau an der Kante längs fährt.


Und ja… hier die Königsdisziplin der Quilters Edition. Es passt wirklich viel unter die Maschine. Platz ist vorhanden, nur fehlte mir der Mut die ganze Decke zu quilten. Was, wenn ich nicht fertig geworden wäre & die Maschine wieder zurück muss? Deswegen gab’s eben nur die oben beschriebenen kleinen punktuellen Heftungen. Aber ich bin mir sicher, dass das quilten besser gelaufen wäre, da dabei der Transport ja eh versenkt ist & der Flausch nicht stört.
Das Bild ist übrigens gestellt, ich habe mir nicht die Decke zusammen genäht, weil ich sie gefaltet unter die Nadel gelegt habe^^.


Für Quilter optimal ist der Bernina Stitch Regulator. Er wird ebenfalls einfach mit Hilfe des Zapfens an der Maschine befestigt, dann aber noch mit einem Kabel angeschlossen. Die Maschine warnt einen, dass der Transport versenkt werden muss, der Dual Transport ist deaktiviert. Dann geht es los. Beim Nähen mit dem BSR benötigt man kein Fußpedal, da die Maschine auf die Geschwindigkeit des geführten Stoffs reagiert. Je schneller man ihn bewegt, desto schneller näht sie. Dieses System klappt ganz gut, benötigt aber eine Menge Zeit, bis man sehr gute Ergebnisse erzielt. Diese war natürlich in den Testwochen nicht vorhanden, deswegen habe ich mit dem BSR nur eine Jeans geflickt und ein bisschen „rumgemalt“.

Zu guter Letzt habe ich noch die verschiedenen Knopflöcher ausprobieren. In meinen Augen sind sie ganz ordentlich geworden. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, mit dem vorhandenen Zubehör Knöpfe anzunähen. Dafür muss ein spezieller Fuß gekauft werden. Wie schon oben irgendwo geschrieben: das hätte ich von dieser Maschine schon erwartet! 



Fazit:
Bernina ist einfach nicht meine Marke. Die Maschine ist zwar sehr gut, näht alles ohne zu murren, aber irgendwie springt der Funke einfach nicht über. Ich kann Euch nur eins raten: testet, ob Euch diese Marke liegt! 


Pro:
☼ näht gut und zuverlässig
☼ hochwertig gebaut, schöne Materialien, wirkt robust
☼ sehr hohe Maschine, viel Platz zum quilten
☼ sehr große Unterfadenspulen
☼ super Fadenwächter (oben und unten)
☼ gute Ausleuchtung
☼ guter Fußanlasser
☼ Start-/Stopptaste funktioniert mit angeschlossenem Pedal
☼ Nähfuß senkt sich automatisch beim Nadel einfädeln
☼ Kniehebel
☼ Transporttasche
☼ Zubehörschrank
☼ Toller Knopflochfuß, KL kann gespeichert werden
☼ Nähberater
☼ Automatische Fadenschere
☼ Nadelposition frei wählbar
☼ Garn sichtbar
☼ Unterfadenwechsel ohne Stoffwegnahme möglich


Contra:
wenig Zubehör
keine Möglichkeit Knöpfe anzunähen, außer man kauft sich einen Spezialfuß
letzter Stich nach dem Abschneiden geht in eine ganz andere Richtung: fällt immer auf!
keine Stichübersicht direkt an der Maschine
nur 5 Spulen
nerviges Geräusch im Ruhezustand


1 Kommentar:

  1. Eine ausführliche, praxisnahe Auswertung; sicher interessant für jemanden, der sich solch eine Maschine kaufen möchte. Ich glaube dass es auch nützlich ist, wenn vor Ort ein Techniker (Händler) für die genutzte Maschine erreichbar ist. Durch die vielen Stiche (sticken) ist oft eine jährliche Wartung von Nöten.
    LG Ute

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