Sonntag, 4. Januar 2015

Zur Zeit teste ich...


 
Auf diese Maschine war ich sehr gespannt, da sie die Einzige ist, die ich mir überhaupt leisten könnte. Leider bin ich ihr bisher nicht sonderlich zugetan... Aber bevor ich nun mit meinem ersten Eindruck zu dem Maschinchen loslege, ein paar Worte zu der Aktion:
 
 20 Tester testen 10 Monate lang 10 verschiedene Näh- und Stickmaschinen,  immer 4 Wochen pro Maschine. Im September konnte man sich dafür beim nähPark bewerben und ich hatte das Glück  neben 18 anderen kreativen Damen  und einem Herrn aus 422 Bewerbern ausgewählt  zu werden :)  Die Maschinen werden vom nähPark zur Verfügung gestellt und (leider) nach dem Testzeitraum wieder abgeholt. Ich werde aber nicht dafür bezahlt & der Inhalt dieses Berichts stellt meine eigene Meinung dar. Als "Belohnung" bekommen wir am Ende des Testzeitraums einen Einkaufsgutschein in Wert von 100 €. Unbezahlbar ist natürlich die Erfahrung, die wir mit den Maschinen gewinnen können. Wer bekommt schon die Chance zehn verschiedene Maschinen über 4 Wochen auf Herz und Nieren testen zu dürfen? Aber dennoch handelt es sich hier um einen Werbepost & da man das ja deutlich machen muss: Dies ist Werbung :)

Von den 4 Wochen sind inzwischen leider schon 2 Wochen um. Gestern kam ich erst dazu, sie mir mal genauer anzuschauen. Eigentlich wollte ich die Zeit bei meinen Eltern nutzen, um sie auszuprobieren, nur machte mir eine Magen-Geschichte die Pläne zunichte. Ich schaffte es grade mal, die Maschine aus ihrer Verpackung befreien (zu lassen^^), dann lag ich mit Bauchschmerzen im Bett. Und das die nächsten Tage. Während die anderen Klöße und Braten aßen, saß ich da mit Zwieback und geriebenem Apfel. Und kaum zu glauben, ich freute mich darüber. Besser als gar nichts ;) Aber an Nähen war absolut nicht zu denken. An Silvester traute ich mich dann wieder an "richtige" Nahrung. Keine gute Idee, mit Fondue wieder einzusteigen... Aber naja, immerhin wars lecker ;) 
Lange Rede, kurzer Sinn: die ersten zwei Wochen des Testmonats sind ungetestet vorbei gestrichen, die nächsten zwei Wochen werde ich versuchen, dennoch so viel wie möglich zu machen... Aber nun zu meinem ersten Eindruck:
 Der Lieferumfang ist schon mal klasse. Auf dem Bild seht Ihr ein paar Füße, die ich teilweise noch nicht kenne & auf deren Erprobung ich mich wirklich freue. Ich hab jetzt nicht alles beschriftet, die meisten Sachen erkennt Ihr ja wahrscheinlich. Nur bei denen, die man (ich) nicht unbedingt kennt, hab ich mal dazu geschrieben, was es ist. Toll finde ich den Obertransportfuß, den Rollsäumer und den Kordonierfuß. Alles Füße, mit denen ich noch nie gearbeitet habe. Sehr freue ich mich auch über den Stopffuß (ohne Nummer, ganz links in der Mitte), den ich schon immer ausprobieren wollte. Wieso man einen Geradstichfuß benötigt, ist mir allerdings schleierhaft. Bei der Stoffführung ist mir auch nicht ganz klar, was man damit macht. Aber ich werde es ausprobieren ;)

Die Maschine ist kompakt, wirkt stabil und hochwertig. Sie ist mit einem Touch-Pad ausgestattet, welches sehr gut reagiert.
 Auf dem Bild hier sieht man eine Meldung, die mich etwas verwirrt hat. Ich wollte die Start/Stop-Taste drücken, es passierte nichts, ausser dass das für einen kurzen Moment auf dem Display erschien (zu kurz, um zu begreifen, was das bedeuten soll). Ja, das soll ein (Wurst-)Finger sein. Und ja, das heißt, dass man die Taste nicht verwenden kann, wenn das Fußpedal angeschlossen ist. Was für ein Quatsch ist das denn? Bei meiner Maschine kann man beides gleichzeitig verwenden, was ich auch mache. Was bei der Singer bedeutet, dass ich andauernd das Fußpedal ausstöpseln muss. Ziemlich nervig.
 Was mir auch überhaupt nicht gefällt: man sieht von dem Garn überhaupt nichts, wenn man vor der Maschine sitzt. Zwar ist sie dadurch pflegeleicht, da sie mit geschlossener Klappe nicht einstaubt etc., aber wenn man einen Fadenwechsel machen oder umspulen will, muss man dafür aufstehen. Zudem stört mich, dass die Nadel nach dem Nähen immer unten bleibt. Schöner fände ich, wenn man das einstellen könnte (so wie bei meiner eigenen Maschine).
 Der Einfädler ist mechanisch und funktioniert nicht besonders gut. Ich muss jedesmal mit der Hand nachhelfen, damit der "Greifarm" weit genug nach vorne kommt um den Faden zu fassen. Meine Maschine hat den gleichen Mechanismus, funktioniert aber viel besser.

Was aber wirklich toll ist: man kann per Tastendruck die Fäden abschneiden :) Daran könnte ich mich gewöhnen!
 Bisher habe ich nur Baumwolle und Jersey genäht. Klappte beides ganz gut, war allerdings auch noch nicht besonders schwierig. Den typischen Unterfadensalat am Anfang gab es allerdings bei beiden Stoffarten.
 Beim Sticken gab es jede Menge Fadensalat, zweimal musste ich die Unterplatte aufschrauben und verhuddeltes Garn raus ziehen. Irgendwann klappte es dann plötzlich.
Und so sieht das Ergebnis aus :) Phil scheint es zu gefallen.

Mein erster Eindruck ist nicht der Beste. Im Vergleich zu meiner 239 € Maschine schneidet die wesentlich teurere Singer nicht besonders gut ab. Punkten kann sie im Lieferumfang, mit dem automatischen Abschneider und in der Verarbeitung bzw. der Hochwertigkeit. Ansonsten zickt sie genauso wie meine, der Einfädler funktioniert nicht perfekt, die Nadelposition kann man nicht selbst bestimmen und man muss sich entscheiden, ob man die Maschine per Tastendruck oder per Fußpedal bedienen möchte.

Ihr merkt schon, ich bin nicht überzeugt. Aber mal schauen, was ich in zwei Wochen denke :)

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